Hausmannskost meint die bürgerliche deutsche Alltagsküche: Braten, Rouladen, Gulasch, Eintöpfe, Kartoffeln in allen Formen, Kohl, Klöße und Mehlspeisen. Das Wort stammt aus einer Zeit, in der der Haushalt kochte, was Hof und Vorratskammer hergaben. Deshalb ist diese Küche saisonal und sparsam angelegt, auch wenn sie heute als deftig gilt.
Die Technik hinter den meisten Klassikern ist das Schmoren: Fleisch scharf anbraten, Zwiebeln und Wurzelgemüse mitrösten, mit etwas Flüssigkeit ablöschen und bei niedriger Hitze lange garen. Die Röstaromen vom Anbraten und der Bratensatz sind die Sauce; wer den Boden nicht ablöscht, verschenkt das Beste. Zeit ersetzt hier Aufwand: Ein Gulasch braucht zwei Stunden, aber fast keine Aufmerksamkeit.
Bei Kartoffeln zählt die Sorte. Mehligkochende für Püree, Klöße und Suppen, festkochende für Bratkartoffeln und Salat, vorwiegend festkochende als Salzkartoffel zum Braten. Wer Bratkartoffeln aus frisch gekochten, noch warmen Kartoffeln macht, bekommt Matsch; sie sollten vom Vortag sein und kalt in die Pfanne.
Ob Hausmannskost gesund ist, hängt weniger vom Gericht als von der Portion ab. Ein Linseneintopf oder Kohlrouladen sind ausgewogene Mahlzeiten, eine Portion Schweinebraten mit Knödeln und Sauce ist ein Sonntagsessen. Die Nährwerte hier sind für jedes Rezept aus den Zutatengewichten gerechnet, sodass sich das im Wochenplan einordnen lässt. Ohne Fleisch geht ebenfalls vieles: Kartoffelsuppe, Käsespätzle, Reibekuchen, Pilzragout und gefüllte Paprika mit Reis.
Die bürgerliche deutsche Alltagsküche: Braten, Rouladen, Gulasch, Eintöpfe, Kartoffelgerichte, Kohl, Klöße und Mehlspeisen. Ursprünglich das, was ein Haushalt aus eigenen Vorräten kochte.
Je nach Gericht und Portion. Eintöpfe mit Hülsenfrüchten oder Kohlgerichte sind ausgewogen, Braten mit Knödeln und Sauce ist ein Sonntagsessen. Die gerechneten Nährwerte zu jedem Rezept zeigen den Unterschied.
Kartoffelsuppe, Käsespätzle, Reibekuchen mit Apfelmus, Pilzragout, gefüllte Paprika mit Reis, Linseneintopf ohne Speck, Kohlrabi in heller Sauce und die meisten Mehlspeisen.
Vom Hausmann im alten Sinn: dem Hausherrn beziehungsweise Haushalt. Gemeint war die einfache Kost, die zu Hause aus dem gekocht wurde, was vorhanden war, im Gegensatz zur Gasthaus- oder Herrschaftsküche.
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