Linsen und Spätzle
Braune Linsen, mit dunkler Einbrenne sämig gebunden und säuerlich abgeschmeckt, mit hausgemachten Spätzle und Saitenwürstchen
Nährwerte
Pro Portion
Aus den Zutatenmengen berechnet.
Rezept
Die Linsen in einem Sieb kalt abspülen. Mit der Brühe, den Karottenwürfeln, den Lorbeerblättern und den leicht angedrückten Wacholderbeeren in einem Topf aufkochen. Die Hitze reduzieren und die Linsen halb zugedeckt etwa 30 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind, aber noch Biss haben. Nicht abgießen – die Kochflüssigkeit wird gleich zur Sauce. · 30 Min.
Das Mehl mit Eiern, Wasser und einer Prise Salz in eine Schüssel geben und mit einem Kochlöffel oder den Knethaken kräftig schlagen, bis der Teig glatt und zähflüssig ist und Blasen wirft. Etwa 10 Minuten ruhen lassen. · 10 Min.
Die Butter in einem kleinen Topf oder einer Pfanne bei mittlerer Hitze aufschäumen lassen. Das Mehl einstreuen und unter ständigem Rühren 5–7 Minuten rösten, bis die Mehlschwitze haselnuss- bis rehbraun ist und nussig duftet. In den letzten 2 Minuten die Zwiebelwürfel zugeben und mitrösten. Vom Herd nehmen. · 7 Min.
Lorbeerblätter und Wacholderbeeren aus den Linsen fischen. Eine Schöpfkelle heiße Kochflüssigkeit nach und nach in die Einbrenne rühren, bis sie glatt ist – Vorsicht, das zischt und spritzt kurz. Die Mischung dann unter ständigem Rühren in den Linsentopf geben und alles bei kleiner Hitze etwa 10 Minuten sämig einköcheln lassen. Wird es zu dick, einen Schluck Brühe oder Wasser nachgießen. · 10 Min.
Den Essig esslöffelweise einrühren, dazu Senf, Majoran und eine Prise frisch geriebene Muskatnuss. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Linsen sollen deutlich säuerlich und kräftig schmecken – lieber noch einen Schuss Essig nachlegen als zu wenig.
Reichlich Salzwasser in einem großen Topf aufkochen. Den Teig portionsweise mit Spätzlehobel, -presse oder vom Brett direkt ins siedende Wasser schaben. Sobald die Spätzle oben schwimmen, mit einem Schaumlöffel herausheben und in einer warmen Schüssel mit der Butter schwenken.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Saitenwürstchen bei mittlerer Hitze rundum 6–8 Minuten goldbraun braten.
Die Spätzle auf tiefe Teller verteilen, die sämigen Linsen darübergeben und je zwei Saitenwürstchen dazulegen. Wer mag, stellt Essig zum Nachsäuern auf den Tisch.
Gut zu wissen
Ein schwäbischer Klassiker: Braune Linsen köcheln mit Lorbeer und Wacholder in Brühe und werden anschließend mit einer dunklen Einbrenne gebunden – der in Butter geröstete Mehlansatz macht sie sämig und gibt ihnen ein nussiges Röstaroma. Abgeschmeckt wird kräftig mit Essig, dazu etwas Senf, Majoran und Muskat. Darunter kommen frisch geschabte Spätzle, obendrauf Saitenwürstchen. Am nächsten Tag schmeckt das Gericht sogar noch besser, und die Linsen lassen sich gut einfrieren. Für eine vegetarische Variante ersetzt Räuchertofu die Würstchen; vegan wird es zusätzlich mit Öl statt Butter und Spätzle ohne Ei.








