Italienische Küche lebt von wenigen Zutaten, die jede für sich stimmen müssen. Ein Sugo aus Dosentomaten, Olivenöl, Knoblauch und Salz ist kein Notbehelf, sondern das Original – vorausgesetzt, die Tomaten sind gut (San Marzano oder geschälte Tomaten in Saft, keine gewürfelten mit Zusätzen) und die Sauce bekommt zwanzig Minuten Zeit, damit die Säure weich wird. Wer hier fünf weitere Gewürze hineingibt, macht sie nicht besser, sondern unkenntlich.
Ohne Pasta geht es auch: Risotto, Ofengemüse, Fisch mit Zitrone und Kräutern, Saltimbocca, Caponata und Polenta sind genauso italienisch. Beim Risotto entscheidet die Technik – heiße Brühe kellenweise zugeben, häufig rühren, damit die Stärke aus dem Reis die Bindung liefert, und am Ende mit kalter Butter und Parmesan vom Herd nehmen. Sahne hat in keinem klassischen Risotto etwas verloren.
Für Gäste eignet sich die italienische Küche, weil sich vieles vorbereiten lässt: Antipasti wie marinierte Zucchini, Caponata oder Bruschetta-Belag schmecken nach ein paar Stunden besser als frisch. Ein Schmorgericht wie Ossobuco oder ein Ragù verträgt das Aufwärmen ohne Verlust. So bleibt am Abend nur ein Gang, der wirklich à la minute gekocht werden muss.
Zwei Regeln, die den Unterschied machen: Parmesan wird nicht auf Fisch oder Meeresfrüchte gegeben, und Olivenöl kommt in zwei Qualitäten zum Einsatz – ein günstiges zum Anbraten, ein gutes natives zum Abschluss über das fertige Gericht. Das rohe Öl bringt den Geschmack, den ein erhitztes verloren hat.
Risotto, Ofengemüse mit Kräutern, Saltimbocca, Caponata, Polenta, Fisch mit Zitrone und Bohnengerichte wie Pasta e fagioli ohne Nudeln. Die Kollektion enthält alle italienischen Gerichte, nicht nur Nudeln – Pasta-Rezepte haben eine eigene Kategorie.
Alles, was sich vorbereiten und in der Form aufwärmen lässt: Lasagne, Ragù, Ossobuco, Caponata und Antipasti. Nur ein Gang sollte à la minute entstehen, etwa ein Risotto oder ein kurz gebratener Fisch.
Viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Olivenöl statt Butter und kleine Fleischportionen. Das gilt für die Alltagsküche, nicht für jede Pizza. Die Nährwerte zu jedem Rezept hier sind aus den Zutatengewichten gerechnet, nicht geschätzt.
Nein. Die Cremigkeit entsteht aus der Reisstärke, die beim Rühren austritt, und aus kalter Butter und Parmesan, die zum Schluss vom Herd untergezogen werden.
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