Kochen zu zweit ist ein anderes Programm als Kochen für Gäste. Hier ist das Kochen selbst der Abend, deshalb darf das Rezept Zeit und Technik verlangen: eine Sauce, die reduziert wird, ein Fisch, der ausgenommen und filetiert wird, ein Risotto, das eine halbe Stunde Rühren braucht. Gerichte, die man in zwanzig Minuten fertig hat, sind hier fehl am Platz – sie lassen nichts zu tun.
Die Kollektion filtert deshalb nach Anspruch: Rezepte mit Schwierigkeitsgrad „schwer“ unabhängig von der Zeit, mittelschwere nur, wenn sie über eine Stunde dauern. Sinnvoll ist eine Arbeitsteilung mit zwei Stationen, etwa eine Person an der Sauce, die andere am Gemüse – und ein Gericht, das zwischendurch Pausen erlaubt, während etwas schmort oder ruht.
Bei den Mengen ist zu zweit fast alles einfacher: Man kann sich ein gutes Stück Fleisch oder Fisch leisten, das für sechs Personen zu teuer wäre, und die Zutatenkosten pro Portion stehen hier bei jedem Rezept. Nicht alle Rezepte lassen sich auf zwei Portionen herunterrechnen; eine Quiche oder ein Brot haben ein festes Format, und das ist im Rezept vermerkt.
Zu Silvester oder an einem Jahrestag ist die Verlockung groß, drei Gänge zu kochen. Zwei genügen, wenn der Hauptgang etwas hergibt. Ein kaltes Dessert aus dem Kühlschrank rundet ab, ohne dass am Ende des Abends noch jemand am Herd steht.
Gerichte, bei denen das Kochen selbst der Abend ist: Risotto, ein ganzer Fisch, Entenbrust mit reduzierter Sauce, Ravioli von Hand, ein Schmorgericht mit langer Garzeit. Die Kollektion filtert nach Anspruch und Dauer.
Zwei Gänge statt drei: ein anspruchsvoller Hauptgang wie Jakobsmuscheln, Rinderfilet oder ein Fischgericht, dazu ein kaltes Dessert, das im Kühlschrank wartet. So bleibt der Abend am Tisch, nicht am Herd.
Alles mit zwei Stationen: eine Person an der Sauce oder am Fleisch, die andere an Beilage und Gemüse. Frisch gemachte Pasta oder Gyoza sind gute Gemeinschaftsarbeit.
Die meisten, über den Portionsregler. Rezepte mit festem Format – Quiche, Brot, ein Auflauf in der Form – sind davon ausgenommen und im Rezept entsprechend gekennzeichnet.
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