Pappardelle mit Schweinsragout
Ein herzhaftes, langsam geschmortes Schweinsragout trifft auf seidig-breite Pappardelle – ein Gericht, das Wärme und Tiefe in jeden Teller bringt. Die lange Schmorzeit verwandelt das Schweinefleisch in ein zartes, aromatisches Ragout, das perfekt an der Pasta haftet.
von Leo · MeatloverNährwerte
Pro Portion
Rezept
Die Schweinsschulterwürfel mit Küchenpapier trocken tupfen und großzügig mit Salz und Pfeffer würzen. Das Olivenöl in einem großen Schmortopf oder Bräter bei hoher Hitze erhitzen. Das Fleisch in zwei Portionen – damit es nicht dampft – von allen Seiten kräftig goldbraun anbraten, je ca. 3–4 Minuten pro Seite. Das angebratene Fleisch aus dem Topf nehmen und beiseitestellen. · 10 Min.
Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren. Zwiebeln, Karotten und Sellerie im gleichen Topf unter gelegentlichem Rühren ca. 8 Minuten weich dünsten. Knoblauch hinzufügen und 1 Minute mitrösten. Das Tomatenmark einrühren und 2 Minuten anrösten, bis es leicht dunkler wird. Mit dem Rotwein ablöschen und den Bratensatz vom Topfboden lösen. Den Wein 3–4 Minuten einkochen lassen. · 15 Min.
Das angebratene Fleisch zurück in den Topf geben. Gehackte Tomaten und Rinderbrühe angießen – das Fleisch soll zu etwa zwei Dritteln bedeckt sein. Rosmarin, Thymian und Lorbeerblätter hinzufügen. Alles aufkochen, dann die Hitze auf die niedrigste Stufe reduzieren. Den Deckel auflegen und das Ragout 2 bis 2,5 Stunden sanft schmoren, bis das Fleisch so weich ist, dass es sich mit zwei Gabeln leicht zerteilen lässt. Alle 30 Minuten kurz umrühren. · 150 Min.
Kräuterzweige und Lorbeerblätter aus dem Topf entfernen. Das Fleisch mit zwei Gabeln grob in Fäden zupfen – es sollte fast von selbst zerfallen. Alles gut verrühren und die Sauce bei mittlerer Hitze ohne Deckel 10–15 Minuten einkochen, bis eine sämige Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. · 15 Min.
Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Die Pappardelle nach Packungsangabe al dente kochen. Ca. 150 ml Pastawasser auffangen, dann die Nudeln abgießen. Die Pasta direkt in den Ragout-Topf geben und alles bei mittlerer Hitze 1–2 Minuten zusammen schwenken, bei Bedarf etwas Pastawasser hinzufügen, damit die Sauce cremig an den Nudeln haftet. Auf tiefen Tellern anrichten, mit Parmigiano Reggiano bestreuen und mit frischer Petersilie garnieren. · 12 Min.
Gut zu wissen
Dieses klassische Schmorragout stammt aus der Tradition der italienischen „cucina povera" – der einfachen, aber unglaublich geschmackvollen Hausmannskost. Schweinsschulter oder -backen werden zunächst scharf angebraten und dann gemeinsam mit Rotwein, Tomaten und aromatischem Gemüse stundenlang bei niedriger Hitze geschmort. Dabei zerfällt das Fleisch in grobe, saftige Fäden, die sich wunderbar mit der samtig-würzigen Sauce verbinden. Die breiten Pappardelle sind dabei kein Zufall: Ihre raue Oberfläche und die Breite sorgen dafür, dass möglichst viel Ragout an jeder Nudel haftet. Ein Rezept, das Geduld belohnt – und Gäste restlos begeistert. Mit frisch geriebenem Parmigiano Reggiano und einem Glas des verwendeten Rotweins wird daraus ein Sonntagsessen, das in Erinnerung bleibt.









