Senf gibt Schärfe und Säure und wirkt gleichzeitig als Emulgator, der Öl und Essig in Dressings stabil verbindet.
| Kalorien | 90 kcal |
| Eiweiß | 6 g |
| Kohlenhydrate | 6 g |
| Fett | 4 g |
| Ballaststoffe | 3 g |
Senf ist ein Emulgator, und das ist in der Küche wichtiger als sein Eigengeschmack. Ein halber Teelöffel in der Vinaigrette hält Öl und Essig zusammen, ohne dass man ihn deutlich herausschmeckt. In Frikadellen und Hackbraten wirkt er ähnlich und rundet zusätzlich die Fleischnote ab.
Die Schärfe des Senfs ist hitzeempfindlich. Wird er mitgekocht, verliert er sie fast vollständig und wird leicht bitter. In warme Saucen gehört er deshalb erst am Ende, außerhalb des Kochens.
Ungeöffnet etwa zwei Jahre. Geöffnet und gekühlt hält er mehrere Monate, verliert aber nach und nach seine Schärfe. Verdorben ist er selten, durch Essig und Salz ist er gut geschützt.
Senf emulgiert und bindet, sorgt also für eine gleichmäßigere Masse, und seine Säure rundet den Geschmack von Hackfleisch ab. Ein Teelöffel pro 500 Gramm Hack ist die übliche Menge, herausschmecken sollte man ihn nicht.
Besser nicht. Die Schärfe stammt von flüchtigen Senfölen, die bei Hitze verloren gehen, und mitgekochter Senf kann leicht bitter werden. In warme Saucen wird er nach dem Kochen eingerührt.
Das ist eine Küchenlegende aus einer Zeit, in der Besteck aus reaktivem Metall bestand. Moderner Edelstahl reagiert nicht mit der Senfsäure, ein Metalllöffel ist also unproblematisch.
Möglich, aber wenig sinnvoll. Er hält ohnehin monatelang im Kühlschrank, und beim Auftauen trennt sich die Emulsion oft, sodass er wässrig wirkt.