Milch liefert Flüssigkeit, Cremigkeit und leichte Süße in Teigen, Saucen und Süßspeisen. Vollmilch bringt mehr Fettgehalt und damit mehr Geschmack als fettarme Milch.
| Kalorien | 47 kcal |
| Eiweiß | 3.4 g |
| Kohlenhydrate | 4.8 g |
| Fett | 1.5 g |
| Ballaststoffe | 0 g |
Milch bringt Flüssigkeit, Fett und Milcheiweiß zugleich, und das Eiweiß ist der Grund für einige Küchenklassiker: In der Bolognese macht es das Hackfleisch zarter und rundet die Säure der Tomate ab, im Rührei sorgt es für eine weichere Struktur.
Beim Erhitzen ist Milch empfindlich. Sie setzt am Topfboden an und kocht schnell über, weil sich an der Oberfläche eine Eiweißhaut bildet, unter der sich Dampf staut. Mittlere Hitze und gelegentliches Rühren lösen das Problem.
Frischmilch hält geöffnet im Kühlschrank etwa drei bis vier Tage, länger haltbare ESL-Milch rund fünf Tage, H-Milch nach dem Öffnen ebenfalls etwa fünf Tage. Entscheidend ist durchgehende Kühlung bei maximal 7 Grad.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum. Ungeöffnete Frischmilch ist oft einige Tage darüber hinaus einwandfrei. Der Test ist einfach: Riecht sie sauer oder ist sie flockig, gehört sie weg, sonst ist sie brauchbar.
Ja, allerdings verändert sich die Struktur und sie kann nach dem Auftauen leicht ausflocken. Zum Kochen und Backen ist das unerheblich, pur getrunken schmeckt sie weniger gut. Wichtig ist, etwas Platz in der Flasche zu lassen, weil Milch sich ausdehnt.
Im klassischen Ragù alla Bolognese wird das Hackfleisch vor der Tomate mit Milch geschmort. Das Milcheiweiß macht das Fleisch zarter und nimmt der Tomatensäure die Spitze, das Ergebnis schmeckt runder und weniger scharf-säuerlich.
Capsaicin, der Schärfestoff in Chili, ist fettlöslich und nicht wasserlöslich. Das Fett und das Casein der Milch lösen ihn von den Rezeptoren im Mund, während Wasser ihn nur verteilt.