Eier binden, emulgieren und liefern hochwertiges Eiweiß. Vom weichgekochten Frühstücksei bis zur Bindung in Teigen und Saucen sind sie eine der vielseitigsten Zutaten der Küche.
| Kalorien | 140 kcal |
| Eiweiß | 12.5 g |
| Kohlenhydrate | 0.7 g |
| Fett | 10 g |
| Ballaststoffe | 0 g |
Beim Ei entscheidet die Kerntemperatur über alles. Eiweiß beginnt bei etwa 62 Grad zu stocken, das Eigelb erst bei rund 68 Grad. Genau in dieser Lücke liegen weiche Eier, cremiges Rührei und die klassische Sauce Hollandaise, die über 70 Grad gerinnt.
Für die Küchenpraxis heißt das: Rührei bei kleiner Hitze und früh von der Platte nehmen, weil es nachgart. Und beim Kochei zählt nicht nur die Zeit, sondern auch die Größe und die Ausgangstemperatur des Eis.
Bei Größe M und direkt aus dem Kühlschrank ins bereits kochende Wasser gegeben: etwa 4 bis 5 Minuten weich, 6 bis 7 Minuten wachsweich, 9 bis 10 Minuten hart. Große Eier brauchen jeweils rund eine Minute länger.
Ungekühlt etwa 18 Tage ab Legedatum, danach gehören sie in den Kühlschrank und halten dort noch einige Tage darüber hinaus. Hart gekochte, ungeschälte Eier halten gekühlt rund zwei Wochen, abgeschreckte deutlich kürzer.
Der Wasserglas-Test ist zuverlässig: Ein frisches Ei bleibt am Boden liegen, ein älteres stellt sich auf, ein aufschwimmendes Ei gehört in den Müll. Zusätzlich gilt immer die Nase, sobald das Ei aufgeschlagen ist.
Ein Ei der Größe M liefert etwa 7 Gramm Protein bei rund 80 Kalorien. Das Eiweiß steckt dabei zu etwa gleichen Teilen in Eiklar und Eigelb, das Eigelb bringt zusätzlich das Fett und die fettlöslichen Vitamine mit.
Für gesunde Erwachsene gelten ein bis zwei Eier täglich als unproblematisch. Der lange befürchtete Effekt auf den Cholesterinspiegel fällt bei den meisten Menschen deutlich geringer aus als früher angenommen. Bei bestehenden Stoffwechselerkrankungen ist das eine Frage für die behandelnde Praxis.