Cremige Miso-Pasta mit Tempeh-Bröseln
Seidige Miso-Sahnesauce umhüllt perfekt gekochte Pasta, während knusprige Tempeh-Brösel für den entscheidenden Crunch sorgen. Dieses Rezept vereint japanische Tiefe mit italienischer Wohlfühlküche auf unwiderstehliche Weise.
von Ben · KüchenprofiNährwerte
Pro Portion
Rezept
Tempeh mit den Fingern oder einer groben Reibe in kleine, unregelmäßige Brösel zerkrümeln. Eine große Pfanne bei mittelhoher Hitze erhitzen, 2 EL Olivenöl hineingeben und die Tempeh-Brösel darin unter gelegentlichem Rühren 7–8 Minuten goldbraun und knusprig rösten. Zum Schluss mit 1 EL Sojasauce ablöschen, kurz durchschwenken bis die Flüssigkeit verdampft ist, und die Brösel auf einen Teller geben. · 8 Min.
Einen großen Topf mit reichlich gesalzenem Wasser zum Kochen bringen (pro Liter Wasser 1 TL Salz). Die Pasta nach Packungsangabe al dente kochen – in der Regel 1–2 Minuten weniger als angegeben, da sie in der Sauce nachzieht. Vor dem Abgießen unbedingt ca. 150 ml Kochwasser abschöpfen und beiseitestellen. · 10 Min.
In derselben Pfanne der Tempeh-Brösel 1 EL Olivenöl und die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Schalotten darin 3 Minuten weich anschwitzen, dann Knoblauch und Ingwer hinzufügen und weitere 1–2 Minuten anbraten, bis es aromatisch duftet. Sahne angießen und bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten leicht einköcheln lassen, bis die Sauce etwas eindickt. Dann die Pfanne vom Herd nehmen und das Miso mit einem Löffel oder kleinen Schneebesen vollständig einrühren, bis keine Klümpchen mehr sichtbar sind. · 8 Min.
Die abgetropfte Pasta direkt in die Miso-Sahnesauce geben. Bei niedriger Hitze alles gut durchschwenken und nach und nach so viel Pasta-Kochwasser hinzufügen, dass eine cremige, fließfähige Sauce entsteht, die die Nudeln gleichmäßig überzieht. Wer möchte, jetzt den geriebenen Parmesan einrühren. Die Pasta 1–2 Minuten unter Rühren fertig garen lassen.
Die Miso-Pasta auf vier tiefe Teller oder Schüsseln verteilen. Großzügig mit den knusprigen Tempeh-Bröseln bestreuen. Mit Frühlingszwiebelringen, geröstetem Sesam und optional einer kleinen Prise Chiliflocken garnieren. Sofort heiß servieren.
Gut zu wissen
Die Idee, Miso-Paste in eine cremige Pastasauce zu integrieren, stammt aus der modernen Fusionsküche, die ostasiatische Umami-Intensität mit der Schlichtheit klassischer italienischer Pasta verbindet. Weißes Shiro-Miso ist dabei die erste Wahl: Es ist milder und süßlicher als rotes Miso und harmoniert perfekt mit Sahne und Butter. Tempeh – fermentiertes Sojaprodukt aus der indonesischen Küche – liefert als Brösel nicht nur eine herrliche Textur, sondern auch eine beachtliche Menge pflanzliches Protein. Wichtig ist, das Miso niemals zu kochen, da hohe Hitze die wertvollen Aromen und lebenden Kulturen zerstört – es wird immer erst vom Herd genommen, bevor das Miso eingerührt wird. Die Pasta sollte unbedingt al dente gekocht werden, da sie in der Sauce noch leicht nachzieht. Wer es intensiver mag, kann die Tempeh-Brösel mit einem Spritzer Tamari oder Sojasauce ablöschen. Dieses Gericht eignet sich auch hervorragend zum Meal-Prepping: Sauce und Brösel separat aufbewahren und erst beim Servieren kombinieren.









